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"Fleisch vom Kadaver reißen": AfD-Frau von Storch schockt mit Tweet über Merkel

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Machthungrig: Beatrix von Storch
  • AfD-Politikerin von Storch hat am Dienstag einen besonders widerlichen Tweet abgesetzt
  • Die Partei-Vizechefin verglich Merkel mit einem toten Tier – und die AfD mit einem Aasfresser 

Seine Partei würde Bundeskanzlerin Angela Merkel jagen, kündigte der AfD-Politiker Alexander Gauland nach der Bundestagswahl an. Seine Parteikollegin Beatrix von Storch scheint das sehr wörtlich zu nehmen. 

Sie setzte am Dienstagnachmittag einen aggressiven Tweet in Richtung der Kanzlerin ab. Darin sprach sie davon, Merkel das Fleisch vom Kadaver zu reißen. 

Von Storchs absurder Raubtier-Vergleich

“Kognitive Dissonanz lässt sich nicht auf Dauer durchhalten”, schrieb die AfD-Politikerin in Reaktion auf einen Bericht von “Spiegel Online”.

In dem hieß es, dass sich die Mitglieder der CDU laut einer Untersuchung der parteinahen Adenauer-Stiftung ideologisch rechts von ihrer eigenen Partei sähen. 

“Je länger Merkel am Ruder der CDU bleibt, desto mehr Fleisch werden wir von ihrem Kadaver reißen”, schrieb von Storch dazu. 

Ein Screenshot des Tweets von Beatrix von Storch

Von Storch löschte den Tweet sofort wieder

Was von Storch mit ihrer widerlichen Kadaver-Metapher wohl meinte: Die AfD werde in Zukunft versuchen, weitere unzufriedene Mitglieder der CDU auf ihre Seite zu ziehen. 

► Doch auch der AfD-Politikerin schien schnell aufzufallen, dass sie mit ihrem Tweet übertrieben hatte.

Sie löschte ihn bereits kurz nachdem er online ging wieder. 

Mehr zum Thema: Reporter erwischt Beatrix von Storch beim Lügen - ihre Reaktion ist entlarvend

Update, 9 Uhr, 20.12.2017:Gegenüber “Spiegel Online” sagte von Storch, der Tweet stamme von ihrem Team. Sie selbst mache derzeit eine “Twitterpause”.


FDP-Chef Lindner über die AfD: "Ist wie Schimmel zuhause"

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Hat ein politisches Schimmelproblem: Christian Lindner

FDP-Chef Christian Lindner befürchtet, dass die AfD nicht so schnell aus der politischen Landschaft Deutschlands verschwindet.

Das ist passiert: 

► Christian Lindner hat der italienischen Tageszeitung “La Repubblica” ein Interview gegeben. 

► Darin sprach der FDP-Chef auch über den Einzug der AfD in den Bundestag – und die Zukunft der Rechtspopulisten in Deutschland.

► Lindner sagte: “Die AfD ist wie Schimmel zuhause. Ist er einmal da, ist es schwierig, ihn loszuwerden.”

Darum ist es wichtig: 

Der Vorsitzende der Liberalen bezeichnete es als Aufgabe der FDP, abgewanderte Wähler zurückzugewinnen um zu verhindern, dass die AfD drittstärkste Partei bleibe.

Die FDP könnte solche Wähler gut gebrauchen: Im Sonntagstrend des Umfrageinstituts Emnid ist sie auf einen Wert von acht Prozent der möglichen Stimmen abgesackt.  

Was ihr noch wissen müsst: 

Das Ergebnis der AfD im Sonntagstrend: 14 Prozent. Damit wäre die Partei deutlich drittstärkste Kraft in Deutschland. Das passt zu Lindners Einschätzung, dass sich die Rechtspopulisten nicht so schnell unterkriegen lassen werden

► Ob die FDP daran etwas ändern kann, ist fraglich: Momentan hat die Partei mit einem schlechten Image wegen ihrer Jamaika-Absage zu kämpfen. 

Ich wollte nach Büroschluss einen Millionär aufreißen - so lange hat es gedauert

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Was bisher geschah:

Da mir bewusst geworden ist, dass ich als Journalistin arm sterben werde, habe ich beschlossen, eine Woche lang einen Millionär in München zu suchen. Mein Ziel: reich heiraten. Irina Beller, Millionärsgattin und Autorin des Buches “Hello Mr. Rich“, hat mir am ersten Tag meiner Suche Tipps gegeben, wie ich meinen Millionär finden kann. Diese Tipps habe ich daraufhin in verschiedenen Bars angewendet.

Im Video oben stellt sich die Autorin vor und erklärt, wie sie auf die Idee kam nach einem Millionär zu suchen. 

Eine Kellnerin bringt meine Wingwoman Franzi und mich zu einem Tisch in der Bar des 5-Sterne-Hotels “Vier Jahreszeiten”. 

Die Sessel sind so schwer, dass wir sie mit beiden Händen vom Tisch weg zerren müssen, ehe wir uns hineinsetzen können.

An der Decke hängen Lampen mit langen Fransen, die aussehen, wie von dem Wohnzimmerteppich einer Tante mit schlechtem Geschmack.

Der Barkeeper mustert uns ein bisschen verwundert. Neben den weißhaarigen Männern mit Pullundern und ihren Ehefrauen in karierten Blazern fallen wir auf. Aber mein Vorbild und persönlicher Millionärscoach Irina Beller hat ihren 24 Jahre älteren Millionär Walter in einer ganz ähnlichen Bar kennengelernt. Also versuche ich mein Glück.

Die Cocktails auf der Karte klingen wie die Namen von 5-Millionen-Dollar-Rennpferden. Weil wir irgendwas bestellen müssen, nehme ich einen “Brandy Alexander”.

Dann denke ich an Irinas Tipps. “Sie hat gesagt, ich dürfe potenzielle Millionäre nicht ansprechen, ich sollte mich ihnen nur ‘zeigen’”, erkläre ich Franzi. “Was auch immer sie damit meint.” 

“Du solltest dich dem Typen hinter dir zeigen”, sagt Franzi. Es ist ein vielleicht 30-Jähriger im Ralph-Lauren-Pullover, der in sein Macbook tippt.

Meine Wingwoman verlangt, dass ich auf ihn falle

“Er trinkt drei verschiedene Whiskys. Und Whisky ist hier richtig teuer”, hat Franzi beobachtet. 

“Du solltest an ihm vorbei gehen und auf ihn fallen”, 

“Ich kann doch nicht auf ihn fallen?!”

“Aber das wäre sehr effektiv”, sagt Franzi.

Ich gehe an dem Mann vorbei zur Toilette. Es wäre definitiv nicht möglich, auf ihn zu fallen, ohne sein Macbook zu zerstören, drei Whiskys umzuschmeißen und möglicherweise im Krankenhaus zu landen.

Außerdem beachtet er mich nicht. Das “mich zeigen” hat nicht funktioniert.

Dafür sind jetzt zwei andere, vielleicht Mitte-50-jährige Männer auf uns aufmerksam geworden. Sie sitzen am anderen Ende der Hotelbar und starren uns an.

Fraglich, ob Fett oder Gel in seinen Haaren ist

Einer von ihnen hat sich einen Burberry-Schal um den Hals geknotet. Seine Haare hat er streng zur Seite gekämmt. Es ist schwer zu sagen, ob sie fettig sind oder er einfach nur ganz besonders viel Gel hinein geschmiert hat.

“Wir setzen uns jetzt dahinten hin”, sage ich Franzi. “Zu den beiden netten Herren.”

“Und was sollen wir sagen, wenn sie komisch gucken?”

“Keine Ahnung. Vielleicht ‘und was macht ihr hier so’?”

“Das kannst du vielleicht zu Mitte 20-Jährigen sagen. Aber nicht zu Mitte 50-Jährigen”, sagt Franzi.

“Dann sagen wir eben einfach gar nichts.”

Als wir unsere Sachen nehmen, kommt sofort die Kellnerin herbei gehuscht.

“Kann ich euch helfen?”, fragt sie.

“Ähm, wir wollen uns nur dahinten hinsetzen, zu den beiden Herren”, sage ich.

“Oh, ich könnte euch diese beiden Tische hier zusammenschieben, dann könnt ihr mit euren Freunden zusammensitzen”, sagt die Kellnerin eifrig - und vielleicht etwas zu laut. Die Männer sehen uns jetzt seltsam an.

Er kann uns gerne gedanklich wieder anziehen

“Ähm, nein danke, nicht nötig.”

Die Männer beobachten uns und flüstern. “So hätte es also geendet, wenn ich kein Abitur gemacht hätte”, sagt Franzi leise.

Hinter uns sitzt jetzt ein Paar, das sich anscheinend über Online-Dating kennengelernt hat. Wir hören das Wort “Matching Points” und werden hellhörig.

“Mein Mann ist Arzt und immer nur am Arbeiten. Er hat nie Zeit für mich. Mir ist so langweilig”, klagt die Frau. Es ist also kein Paar. Noch nicht.

Der Mann streichelt der Frau verständnisvoll über ihre gold beringte Hand. Ein Ehering ist auch darunter.

➨ Mehr zum Thema: Ich bin 25 und suche einen reichen Mann - diese Tipps hat mir eine Millionärsgattin gegeben 

Die Männer neben uns starren uns immer noch an. Ich würde dem mit dem Gel oder Fett im Haar gerne sagen, dass er uns jetzt gedanklich wieder anziehen kann.

“Irgendwie will ich hier weg”, sage ich stattdessen zu Franzi.

“Ich schon lange”, sagt sie.

Als wir bezahlt haben und die Bar verlassen, verfolgen uns die Männer mit ihren Blicken.

Ich versuche es doch lieber mit der Promi-Hochzeit

Gerade als wir gehen wollen, bleibt Franzi mit dem dünnen Absatz ihres Schuhs im Straßengitter vor dem Vier-Jahreszeiten-Hotel stecken.

Männer in Anzügen gehen mit belustigter Miene an uns vorbei, während wir verzweifelt versuchen, ihren Schuh herauszuziehen.

Als es uns endlich gelingt, sind wir ganz sicher, dass das 4-Jahreszeiten-Hotel definitiv nicht die richtige Anlaufstelle für uns ist. Aber wie hat Irinia mir geraten? “Du musst dir Zeit nehmen. Es ist ein Prozess.” 

Wir sind genervt von dem Prozess und suchen statt einer weiteren Senioren-Bar die Bar von Schauspieler Elyas M’Barek auf. Laut Internet soll er selbst oft dort anzutreffen sein - und eine Promi-Hochzeit würde für mich notfalls auch klar gehen. Hauptsache, der Mann hat genug Geld.

Als wir in der Bar sind, drehen wir sofort wieder um und gehen. Ein älteres Pärchen trinkt zusammen Wein, sonst ist niemand zu sehen. Und schon gar nicht Elyas M’Barek.

Potenziell könnten diese Männer reich sein

Aus Verzweiflung beschließen wir, zum Hotel “Le Méridien” zu fahren, obwohl wir eigentlich keine Lust auf noch eine Hotel-Bar mit alten Männern und frustrierten Arzt-Gattinnen haben.

Und tatsächlich entdecken wir auf dem Weg dorthin etwas viel Besseres: Die “Anna-Hotel-Bar”. Wir sehen durch die Fensterscheibe und sind zufrieden: In einem pink bestrahlten Gewölbe sitzen gestylte junge Menschen, aber keine alten Männer.

Drinnen vergessen wir ganz kurz, dass wir eigentlich auf Millionärssuche sind. Bis wir eine Gruppe von Männern hinter uns entdecken, die alle etwa zwischen 40 und 50 Jahren sind. Sie tragen Anzüge und auffällige Armbanduhren, die bestimmt mehrere tausend Euro kosten.

Potenziell könnten sie reich sein.

Dank eines plumpen Tricks kommen sie herüber

“Proste einfach mal einem von ihnen zu”, schlägt Franzi vor.

“Ich proste denen doch nicht zu”, sage ich. Als genau in diesem Augenblick einer der Männer zu uns guckt, hebe ich spaßeshalber mein Glas und proste ihm zu.

Er strahlt bis über beide Ohren und ist wenige Sekunden später bei uns an der Bar. So einfach ist das also, einen reichen Mann anzulocken: zuprosten. Er lädt uns ein, zu der Gruppe von Männern an den Tisch zu kommen.

Wir werfen uns einen vielsagenden Blick zu, aber sagen ja.

Der Mann, neben dem ich jetzt sitze, beginnt, mich auf Englisch auszufragen. Er ist etwa Mitte 40, Italiener und trägt so viel Parfum, dass ich befürchte, gleich niesen zu müssen.

Ich sage, dass ich beruflich was mit Social Media mache - Irina hat mir schließlich befohlen, mich nicht zu sehr zu verstellen.

Er erzählt, dass er Chef einer Ingenieurs-Firma in Italien sei und ich hier mit hochkarätigen Männern am Tisch sitzen würde. Der etwa 50-jährige Mann, der gerade Interesse an Franzi zeigt, sei der Chef einer großen Technik-Firma, die anderen seien Unternehmensberater.

Fast alle tragen Eheringe

Der Mann, dem ich zugeprostet habe, erzählt mir stolz, dass er morgen nach Shanghai fliegt, da sei er andauernd. Er streicht über die Uhr an seinem Handgelenk, die mir nichts sagt, aber die offenbar sehr teuer ist. Jedenfalls würde er sie sonst wahrscheinlich nicht streicheln wie einen Hundewelpen.

“Vergangene Woche war ich in Toronto, Shanghai, London und Berlin”, sagt er mir und sieht mich erwartungsvoll an. Ich überlege, ob ich ihn jetzt loben muss oder ihm eine Erdnuss als Belohnung in die Hand drücken soll.

 “Ich mag Berlin”, sage ich.

 “Wir könnten uns in Berlin treffen”, schlägt er vor. “Nächste Woche.”

 “Sag Bescheid, wenn du in Italien bist”, sagt der Mann neben mir.

 Ich mustere die Männer irritiert. Alle bis auf einen tragen Eheringe.

“Es gibt so Klischees von Unternehmensberatern. Dass die ständig ihre Frauen betrügen, wenn sie unterwegs sind. Meint ihr das stimmt?”, frage ich.

“Nee, das stimmt nicht”, sagt der Mann, dem ich zugeprostet habe und grinst.

“Auf Dienstreise blühen wir so richtig auf”

Auch ein anderer ist hellhörig geworden. “Würden wir nie machen”, sagt er und lacht ein bisschen dreckig. Er hat uns Wein bestellt. “Auf Dienstreise blühen wir eben so richtig auf.”

“Soll ich dir was über Italien erzählen?”, fragt der Mann neben mir gönnerhaft.

“Danke, ich war schon mal in Italien”, will ich spöttisch sagen. Aber die zukünftige Millionärsgattin in mir lächelt ihn stattdessen an und sagt “Oh ja, wie spannend.”

➨ Mehr zum Thema: Millionäre packen aus - das würden euch reiche Menschen nie erzählen 

Die Männer halten sich für unglaublich lustig. Einige von ihnen sind tatsächlich ganz nett, doch es ist offensichtlich, was sie mit uns vorhaben. Sie bestellen uns einen Wein nach dem nächsten und bestehen darauf, auch unsere Cocktails zu bezahlen.

Der Mann aus Italien drückt mir seine Karte in die Hand. Ich sehe wortlos auf seine Hand mit der protzigen Armbanduhr und dem Ehering. Was hat Irina gesagt? “Ich wusste, dass er verheiratet ist, aber ich hatte im Gefühl, dass es zuende geht.”

“Ruf mich an”, sagt er. “Morgen. Wir könnten uns treffen. Am Nachmittag fliege ich. Vorher würde ich dich gerne sehen. Wo auch immer du willst.”

Mir ist ein bisschen schlecht. “Ja, danke”, sage ich. “Mal sehen, ob ich Zeit habe.”

Soll es das jetzt gewesen sein?, frage ich mich. Einen reichen Mann zu finden, hat nicht länger als vier Stunden gedauert. Ist das also schon mein zukünftiger Millionär? 

Die Autorin hat eine Woche lang versucht, einen Millionär zu finden. Ihre Suche könnt ihr auch auf Instagram verfolgen. Die Fortsetzung folgt morgen.

FPÖ-Minister im Kabinett Kurz: Die Rechtesten der Rechten

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Blick nach Rechts: Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat mit fünf FPÖ-Ministern einige Hardliner im Kabinett
  • Mit der FPÖ sind in Österreich rechte Populisten an der Macht
  • In der Regierung von Sebastian Kurz sitzen nun viele Minister mit extremen Ansichten – die HuffPost stellt die wichtigsten von ihnen vor 

Es ist eine der ersten Amtshandlungen der rechtskonservativen Regierung Kurz: Sie will auf dem Gelände des ehemaligen Vernichtungslagers Maly Trostinec ein Denkmal für die dort von Nazis ermordeten österreichischen Juden errichten. 

“Ein klares Bekenntnis zur historischen Verantwortung und Mitschuld Österreichs” solle das Denkmal sein, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz. Tatsächlich ist es auch ein Versuch, das Image Österreichs zu retten. 

Denn der Rechtsruck in der Alpenrepublik hat in der internationalen Gemeinschaft für Sorge und Empörung gesorgt. So hatte Israels Premier Benjamin Netanjahu angekündigt, dass seine Regierung vorerst nur auf Arbeitsebene mit den FPÖ-geführten Ministerien sprechen wolle.

Ministerien, die von einigen der radikalsten Minister geführt werden, die es in Österreich je gegeben hat. 

Mehr zum Thema: Klima der Angst: Wer in Österreich die rechte Politik kritisiert, muss dafür büßen

Vizekanzler Heinz-Christian Strache

Strache ist das Gesicht der FPÖ. Er hat die Partei aus der Versenkung an die Regierungsmacht in Österreich geführt. 

Unter Strache ist aus der rechtskonservativen eine pur rechte Partei geworden. Hetze gegen den Islam und Einwanderer wurden unter ihm zum Kernprogramm der FPÖ

Auch, dass Österreich insgesamt stark nach rechts abgedriftet ist, liegt vor allem an dem FPÖ-Chef. Strache hat die Politik des Landes und auch seinen Koalitionspartner Sebastian Kurz vor sich hergetrieben – vor allem, indem er es schaffte, Rechtspopulismus mit einem familiären und heimatliebenden Image zu versehen. 

Ein Image, das zumindest im Fall von Strache täuscht. Denn wie eine aufwendige Recherche der “Süddeutschen Zeitung” belegt, war der heutige FPÖ-Chef in früheren Jahren ein aktives Mitglied der österreichischen Neonazi-Szene. 

Mehr zum Thema: Neonazi als Vizekanzler? Das ist die rechtsextreme Vergangenheit von FPÖ-Chef Strache

Innenminister Herbert Kickl

Er gilt als das strategisches Gehirn der FPÖ und als rechte Hand von Parteichef Heinz-Christian Strache: Herbert Kickl arbeitet seit Jahren unermüdlich daran, die Freiheitlichen an die Macht zu führen.

Um sein Ziel zu erreichen, scheute er auch vor einer harten Anti-Ausländerlinie nicht zurück. Der FPÖ-Plakatspruch “Daham statt Islam” geht auf ihn zurück.

Mehr zum Thema: Cousine von FPÖ-Minister schreibt Facebook-Post an ihn - ganz Österreich spricht darüber

Nun ist Kickl am Zenit angekommen und das Amt des Innenministers ist seine Belohnung. Leicht einzuordnen ist der 49 Jahre alte FPÖ-Generalsekretär aber nicht. Er gilt als ausgesprochen arbeitsam, stur und durchsetzungsfähig.

Der Mann mit der schmalrandigen Brille schrieb schon Reden für den später tödlich verunglückten Rechtspopulisten Jörg Haider. Jacques Chirac, damals Frankreichs Präsident, wurde da zum “Westentaschen-Napoleon”.

Nachdem Haider die FPÖ verlassen hatte, blieb Kickl seiner politischen Heimat treu und begann mit Strache die Partei aus dem Umfragetief wieder herauszuführen. Dabei benutzt er sein Talent für Zuspitzungen und für Themen, die der Bevölkerung auf den Nägeln brennen.

Verteidigungsminister Mario Kunasek

Mit Mario Kunasek wird seit langer Zeit das erste Mal wieder ein Soldat Minister in Österreich. 1996 trat er als Zeitsoldat in das österreichische Heer ein, nun ist er als Verteidigungsminister hauptverantwortlich für die Armee. 

Kunasek sei einer, der nicht gerne anecke, schreibt die österreichische Zeitung “Kurier” über den gelernten KfZ-Mechaniker. “Ein Ideologe ist er nicht gerade”, zitiert das Blatt einen parteiinternen Konkurrenten. 

Doch als Kunasek noch in der Steiermark Wahlkampf gemacht habe, habe er dies auch mit dreisten Lügen getan, heißt es im “Kurier”. Er habe etwa behauptet, Moscheen würden mit Staatsgeld gebaut.

Weiterhin würden Strache Berührungspunkte mit der als rechtsextrem eingestuften Gruppe “Partei des Volkes“ (PDV) nachgesagt. Er habe zudem schon in der ebenso rechtsextremen Zeitung “Aula” publiziert.

In der Regierung Kurz wird sich nun zeigen, was Kunasek wirklich ausmacht: Mitläufertum – oder rechte Überzeugungen

Verkehrs- und Innovationsminister Norbert Hofer

Hofer ist der zweitprominenteste Politiker der FPÖ. Scheiterte er Anfang des Jahres noch mit seinem Versuch, Bundespräsident Österreichs zu werden, so hat er es nun über Umwege doch noch an die Macht geschafft. 

Gilt Strache manchen in Österreich als geradezu familiär, dann ist Hofer sogar kumpelig. “Freundlich, leutselig, sachorientiert und kompetent” – so würden selbst Sozialdemokraten Hofer beschreiben, schrieb das österreichische Magazin “Profil” vergangenes Jahr

Der Eindruck täuscht. Hofer hat im Präsidentschaftswahlkampf und auch in seiner sonstigen Karriere mit Inbrunst gegen Muslime Stimmung gemacht. Er vertritt in der FPÖ auch einen stramm anti-europäischen Kurs

Als Verkehrsminister wird Hofer zwar nicht die ganz große Politik in Österreich prägen. Aber als “Volksempfänger” (O-Ton “Profil”) wird er versuchen, der rechten FPÖ nach innen ein freundlicheres Gesicht zu verleihen. 

Mehr zum Thema: Wer glaubt, dass Österreich nun wie Polen und Ungarn wird, hat die wahre Gefahr nicht erkannt

Außenministerin Karin Kneissl 

Streng genommen ist Karin Kneissl keine FPÖ-Politikerin – sie leitet in Zukunft jedoch Österreichs Außenministerium auf Vorschlag der Rechtspartei. 

Kneissl ist Nahost-Expertin. Sie spricht acht Sprachen und gilt im Grundsatz als Pro-Europäerin. Doch Kneissl ist nicht umsonst von der FPÖ ins Rennen geschickt worden. 

“Sie soll für Kurz die Flüchtlinge stoppen”, schrieb die österreichische Boulevardzeitung “Blick” über die Diplomatin. Tatsächlich steht Kneissl Einwanderern feindlich gegenüber. 

Angela Merkels Selfies mit Flüchtlingen nannte sie in einer Kolumne einmal “grob fahrlässig”, schreibt die österreichische Zeitung “Der Standard”. Zudem habe sie einmal behauptet, die Einwanderung junger Männer nach Europa führe zu einem gefährlichen “Männerüberschuss”.  

Dennoch: Kneissl zur Außenministerin zu machen, war ein kluger Schachzug von FPÖ-Chef Strache. Ihr haftet nicht direkt das schlechte Image der Rechtspopulisten an.

Gepaart mit ihrer Expertise könnte Kneissl es der Kurz-Regierung so erleichtern, die internationalen Sorgen vor dem neuen rechten Kurs in Österreich zu besänftigen. 

Mit Material der dpa.

(ll)

Abstimmung über US-Steuerreform mit Schwierigkeiten

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Bei der Abstimmung über ihre Steuerreform haben die Republikaner auf den letzten Metern mit Schwierigkeiten zu kämpfen – stehen aber kurz vor einem innenpolitischen Sieg.

Das ist passiert:

► Am Mittwochmorgen stimmte der US-Senat mit knapper Mehrheit für das Reformpaket.

► Wegen Formfehler musste die Abstimmung zunächst verschoben werden, die entsprechenden Passagen wurden gestrichen.

► Damit das Gesetz in Kraft treten kann, muss nun erneut das US-Repräsentantenhaus über die Reform abstimmen – beide Kammern müssen einen identischen Entwurf annehmen. Es gilt als sicher, dass das Repräsentantenhaus den Entwurf wie bereits am Dienstag erneut beschließen wird.

Darum ist es wichtig:

Die Steuerreform ist eines der wichtigsten Wahlversprechen von US-Präsident Donald Trump. Nach der Niederlage bei der Abstimmung über die Gesundheitsreform können sich die Republikaner und Trump keine weitere Schlappe leisten.

Die Steuerreform ist umstritten. Im Mittelpunkt steht eine massive Senkung der Ertragssteuer für Unternehmen von bisher 35 auf 21 Prozent. Kurzfristig profitieren auch mittlere Einkommen von der Reform, den größten Nutzen haben allerdings die Reichen – entgegen der Erklärung von Trump und seiner Partei.

Mehr zum Thema: Die Kleptokratie: Eine nächtliche Abstimmung im Senat beweist, dass in den USA nur noch das Geld regiert

Was ihr noch wissen müsst:

Es ist die erste Steuerreform der USA seit drei Jahrzehnten. 

Das Paket hat einen Umfang von knapp 1,5 Billionen Dollar. Dafür nehmen die Republikaner im Widerspruch zu ihrem Wahlprogramm 2016 eine starke Aufblähung des Haushaltsdefizits in Kauf: Der überparteiliche Steuerausschuss des Kongresses geht von einem Anstieg in Höhe von einer Billion Dollar im Zeitraum von zehn Jahren aus.

Mehr zum Thema: “Alles kann zusammenfallen”: Obama warnt die US-Amerikaner vor einer Entwicklung wie in Nazi-Deutschland

Mit Material der dpa.

Familiennachzug: Junge Unions-Abgeordnete würden zusammen mit der AfD stimmen

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Würden wohl zusammen mit der Kanzlerin gegen den Familiennachzug stimmen: die AfD-Fraktion im Bundestag.
  • Die Junge Gruppe der Unionsfraktion würde auch die Stimmen der AfD in Kauf nehmen, um den Familiennachzug für Flüchtlinge weiter auszusetzen
  • Sollte die SPD dagegen stimmen, wären CDU, CSU und FDP auf die Stimmen der AfD angewiesen

Die Junge Gruppe der Bundestagsfraktion der CDU und CSU würde auch zusammen mit der AfD abstimmen, wenn es um den Familiennachzug geht. 

Der Familiennachzug für subsidiär Geschützte ist seit März 2016 ausgesetzt, im Januar muss der Bundestag erneut darüber abstimmen, ob das so bleiben soll.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Marian Wendt, der für den Vorsitz der Gruppe kandidiert, sprach sich gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) für die weitere Aussetzung des Familiennachzugs aus – und nimmt dafür auch die Stimmen der AfD-Fraktion in Kauf.

“Wir werden uns nicht dagegen wehren”

“Wie bei den laufenden Bundeswehrmandaten erwarten wir von der SPD im Sinn eines sondierungsfreundlichen Verhaltens, noch im Januar zumindest einen Erhalt des Status quo beim Familiennachzug für drei oder sechs Monate zuzustimmen, bis es eine entsprechende Vereinbarung in einem Koalitionsvertrag gibt”, sagte Wendt dem RND.

Sollte die SPD dazu allerdings nicht bereit sein, “werden wir die Verlängerung für den ausgesetzten Familiennachzug trotzdem zur Abstimmung stellen”, bekräftigte er.

Das Problem dabei: Sollte sich die SPD gegen eine weitere Aussetzung des Familiennachzugs sperren, wären die Union und die FDP auf die Stimmen der AfD angewiesen, um das Vorhaben durchzusetzen. Grüne und Linke sind gegen die Aussetzung.

“Wir kalkulieren dabei nicht die Zustimmung der AfD ein, aber wir werden uns auch nicht dagegen wehren”, sagte Wendt dem RND.

Mehr zum Thema: An diesen 3 Konflikten droht die SPD zu Beginn der Sondierungen zu zerbrechen

Das Dilemma der Union

Für die Union wird die Abstimmung über den Familiennachzug wohl zum Dilemma, sollte die SPD nicht mitmachen.

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer hatte kürzlich bereits der Tageszeitung “Welt” gesagt, man werde nicht verhindern können, dass sich die AfD Anträgen der Union anschließe. Er betonte: Es werde keine Absprachen geben.

Ein AfD-Abgeordnete sagte der HuffPost: “Es wird der Moment kommen, wo sie uns brauchen.”

Mehr zum Thema: Erste Plenarsitzungen zeigen: Die AfD stellt die Parteien vor ein Problem, mit dem die wenigsten gerechnet hatten

Berlin: Mann versucht, Frau zu ertränken - und stirbt fast dabei

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Berlin-Spandau: Der Nichtschwimmer wollte wohl die 17-Jährige in der Havel ertränken (Symbolbild).
  • Bei dem mutmaßlichen Tötungsversuch ertrank der junge Mann beinahe selbst
  • Jetzt ermittelt die Polizei

In Berlin ist offenbar ein Beziehungsstreit eskaliert - und hätte einem Menschen fast das Leben gekostet: Ein 19-Jähriger soll am Dienstag versucht haben, eine 17-Jährige in der Havel zu ertränken. Medien berichteten.

Dabei ertrank der Mann jedoch beinahe selbst und musste von Sanitätern wiederbelebt werden, wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur in der Nacht zum Mittwoch bestätigte.

Der Sprecher erklärte: “Er konnte nicht schwimmen und hätte sich fast selbst umgebracht.”

Mehr zum Thema: Unbekannter greift Oma und ihre zweijährige Enkelin auf Berliner Spielplatz an

Der Nichtschwimmer wollte wohl die 17-Jährige in der Havel ertränken

Die 17-Jährige konnte sich demnach selbst befreien und ans Ufer der Havel retten. Sie erlitt eine Unterkühlung. 

Dabei hätte es sich laut Polizei um eine Beziehungstat gehandelt: Die beiden seien früher ein Paar gewesen, hieß es. Eine Mordkommission übernahm die Ermittlungen.

Laut Polizei schubste der Mann die 17-Jährige im Stadtteil Spandau erst in die Havel. Dann sei er hinterher gesprungen, um sie zu ertränken. Bei dem Versuch, sie unter Wasser zu drücken, habe der Nichtschwimmer selbst viel Wasser geschluckt.

(cho)

Medienbericht: Russland probte bei Manöver Bombardierung Deutschlands

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  • Das russische Großmanöver “Sapad 2017” soll laut einem Bericht der “Bild”-Zeitung keinen rein defensiven Charakter gehabt haben
  • Vielmehr sei unter anderem auch die Bombardierung von Zielen in Deutschland geprobt worden

Vor dem Start waren die Befürchtungen im Westen groß: Im September hat Russland zusammen mit Weißrussland das umstrittene Großmanöver “Sapad” abgehalten.

An der Grenze zu Polen und zum Baltikum marschierten laut Angaben aus Moskau bis zu 12.700 Soldaten auf - und übten die Verteidigung gegen eine Invasion.

Bereits im September hatte die Nato Zweifel an der offiziellen Darstellung Russlands angemeldet. So wird die Zahl der beteiligten Soldaten von westlichen Militärexperten zwischen 60.000 und 80.000 Soldaten geschätzt.

Die “Bild”-Zeitung berichtet nun am Mittwoch: Der Einsatz habe keinesfalls “rein defensiven Charakter” gehabt, wie Verteidigungsminister Sergej Schoigu vor Beginn des Manövers beteuert hatte.

► Stattdessen sei ein konventioneller Krieg gegen die Nato in Europa simuliert worden.

Die “Bild”-Zeitung beruft sich dabei auf zwei führende Experten eines westlichen Geheimdienstes.

Bombardierung von Häfen in Deutschland

Geübt worden sei zum einen die Eroberung der baltischen Staaten.

► Zum anderen sei auch eine “Schockkampagne” gegen westeuropäische Nato-Staaten wie Deutschland Teil des Manövers gewesen.

Dazu habe “die Bombardierung westeuropäischer Ziele” gehört, wie die Geheimdienstquellen der “Bild” gesagt haben sollen. 

Die Bomber hätten den Abschuss von Raketen und Marschflugkörpern geprobt. Im Kriegsfall würde die russische Armee versuchen, den Ländern in Westeuropa “einen Schock zu versetzen”.

Außerdem seien dann deutsche Marinestützpunkte an der Ost- und Nordsee Hauptangriffsziele der Russen.

“Dies war Teil des Manövers im September!“, zitiert die “Bild”-Zeitung die Experten.

Mehr zum Thema: “Wir haben es mit einem Krieg zu tun”: In Litauen geht die Angst vor einer russischen Aggression um

Übung zur Invasion?

Die verwundbarste Region der Nato sei laut der beiden Quellen der “Bild” die drei baltischen Staaten, Litauen, Lettland und Estland.

“Dazu müsste schnell die Operation Suwalki-Lücke umgesetzt werden”, erklärten die Experten demnach, um Polen und jegliche Verstärkung der Nato abzuschneiden.

► Genau das hätten die Soldaten bei “Sapad” geübt.

Der Suwalki-Korridor meint die polnisch-litauische Grenze zwischen Weißrussland und der russischen Exklave Kaliningrad. “Wer diese Lücke kontrolliert, der kontrolliert das ganze Baltikum”, sagte der Politikwissenschaftler und weißrussische Ex-Soldat Franak Viačorka vor Beginn des Manövers der HuffPost.

“Wenn Putin tatsächlich einen Krieg beginnen sollte, dann nicht erneut in der Ukraine, sondern am Suwalki-Korridor”, sagte Viačorka, der 2009 beim “Sapad”-Manöver teilnahm.

Mehr zum Thema: Russlands Militärmanöver “Sapad” ist im vollen Gange - ein Ex-Soldat erklärt, was Putins eigentliches Ziel ist

Mit Material der dpa.

 

(cho)


Ex-Bundestagspräsident Lammert soll laut Medienbericht Ende von Merkels Kanzlerschaft für 2018 prognostiziert haben

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Kanzlerin Merkel neben Ex-Bundestagspräsident Lammert.

Laut einem Medienbericht hält Ex-Bundestagspräsident Norbert Lammert ein Scheitern der GroKo-Gespräche und Neuwahlen 2018 ohne Angela Merkel als CDU-Spitzenkandidatin für wahrscheinlich.

Das ist passiert:

Die “Bild”-Zeitung will erfahren haben: In kleinem Kreis habe Lammert die brisante Prognose abgegeben, dass die Gespräche zwischen Union und SPD scheitern würden.

Stattdessen werde es 2018 Neuwahlen geben – ohne Merkel und mit einer schwarz-grünen Koalition als Ergebnis.

Darum ist es wichtig:

Bundeskanzlerin Merkel hatte nach dem Scheitern der Jamaika-Gespräche angekündigt, im Falle einer Neuwahl erneut anzutreten.

Lammert hält die erneute Kandidatur des CDU-Chefin offenbar für unwahrscheinlich.

Auf Nachfrage sagte Lammert der “Bild”-Zeitung allerdings lediglich: “Ich weise lediglich immer wieder darauf hin, dass die ständigen Erklärungen, es werde auf jeden Fall wieder zur Bildung einer Großen Koalition kommen, die sicherste Methode sind, eine selbige zu verhindern.”

Mehr zum Thema: Die Grokostrophe: Warum ein Bündnis aus Union und SPD ein Desaster für Deutschland wäre

Was ihr noch wissen solltet: 

Der langjährige Bundestagspräsident Norbert Lammert ist seit Dezember neuer Vorsitzender der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung.

Medien fällen ein Jahr nach Berlin-Terror vernichtendes Urteil über Merkel

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Angela Merkel am Dienstag in Berlin
  • Angela Merkel hat bei der Gedenkfeier für die Opfer des Breitscheidplatz-Anschlags Fehler eingeräumt
  • Die deutschen Medien zerpflücken den Umgang der Kanzlerin mit dem Terror

“Heute ist ein Tag der Trauer, aber auch ein Tag des Willens, das, was nicht gut gelaufen ist, besser zu machen.”

Das waren die Worte von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Gedenkfeier für die Opfer des Breitscheidplatzes in Berlin am Dienstag.

Vor einem Jahr hatte Anis Amri dort bei einem islamistischen Anschlag 12 Menschen getötet, als er mit einem LKW in den Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz raste.

Merkel ist ihrem Amt nicht gerecht geworden

Nicht gut gelaufen ist in den Augen der Kritiker vor allem der Umgang der Bundesregierung mit den Hinterbliebenen der Opfer. Das sehen auch die meisten deutschen Medien so.

Mehr zum Thema: Hinterbliebene von Breitscheidplatz-Opfern: Schreiben des Bürgermeisters sorgt für Wut

“Ein Jahr danach wissen wir, dass dieses Land sich besser hätte kümmern sollen. Und wir bekommen eine Ahnung davon, wie sich auch die Opfer von Anschlägen in der Vergangenheit gefühlt haben: alleingelassen”, schreibt Jochen Arntz im “Kölner Stadtanzeiger”.  

► Die Angehörigen der Toten hatten sich Anfang Dezember in einem öffentlichen Brief an die Bundeskanzlerin gewandt und ein persönliches Treffen mit ihr gefordert. 

Es sei eine Frage des Respekts, des Anstands und eigentlich eine Selbstverständlichkeit, “dass Sie als Regierungschefin im Namen der Bundesregierung unseren Familien gegenüber den Verlust eines Familienangehörigen durch einen terroristischen Akt anerkennen”, stand dort.

Auch “SZ”-Kommentator Nico Fried findet: “Merkel hat zu lange gewartet, die Opferfamilien zu treffen.” Fügt aber hinzu: “Aber besser spät als nie.”

Das Gespräch mit den Familien im kleinen Kreis stehe überdies stellvertretend für den Diskurs mit der Gesellschaft insgesamt, von dem die Kanzlerin selbst wisse, dass sie ihn noch intensiver führen müsse, schreibt Fried in der “Süddeutschen Zeitung”.

“Ein dreister Witz” 

Cicero”-Autor Alexander Kissler ist weniger zurückhaltend in seiner Kritik: “Nein, der wahre Gegensatz besteht zwischen Empathie und Empathieverweigerung, zwischen Verantwortung und Merkel.”

Es sei ein dreister Witz, “dass wir mit den Menschen leiden und fühlen”, wenn diese Menschen ein Jahr lang und letztlich noch immer als Störung im Betriebsablauf angesehen werden, schreibt Kissler.

Auch Harry Nutt stellt in der “Berliner Zeitung” fest, man hätte den Eindruck gewinnen können, “dass die politisch Verantwortlichen bemüht waren, besonders schnell mit den Folgen des Anschlags fertig werden zu wollen.”

Die “Welt” fordert eine klare Haltung des Staats

“Welt”-Journalist Klaus Geiger empört sich über das Verhalten der Kanzlerin. Es sei “grundfalsch”, nach einem Anschlag so zu tun, als sei nichts gewesen.

Stattdessen hätte die Situation eine eindeutige Haltung der Bundesregierung erfordert:

Es muss klar sein: Dieser Staat tut alles, um seine Bürger zu schützen. Dieser Staat akzeptiert keine Räume, in denen sich Islamismus ausbreitet. Dieser Staat kontrolliert seine Grenzen. Dieser Staat nimmt islamistische Gefährder in Abschiebehaft”, findet Geiger. 

Das stelle niemanden unter Generalverdacht. “Das stellt nur klar, was die Regeln für das Zusammenleben im liberalen Rechtsstaat sind – und dass die Regeln durchgesetzt werden.”

“Stadtanzeiger” verlangt Mitgefühl

Stadtanzeiger”-Journalist Jochen Arntz in seinem Kommentar: “Oft haben wir jenen Satz gehört, dass wir dem Terror die Stirn bieten, in dem wir unser Leben weiter so leben wir bisher.”

Aber vielleicht gebe es angesichts des 19. Dezembers in Berlin einen besseren Rat, wie mit dem Terror umgegangen werden sollte: “Fühlen wir mit denen, die ihr Leben nicht mehr so leben können wie bisher.”

Mehr zum Thema: Merkel besucht Breitscheidplatz: Diese Bilder dürften ihren Kritikern nicht gefallen

(ll)

Der Kinofilm der Woche: "Jumanji: Willkommen im Dschungel"

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Vier Jugendliche werden in ein Videospiel gezogen und müssen ein tödliches Abenteuer im Dschungel überstehen, um wieder in die reale Welt zurückkehren zu können. „Jumanji: Willkommen im Dschungel“ ist der Kinostart der Woche.
  • Der Kinofilm der Woche am 21. Dezember
  • Filmfans sagen: “Jumanji: Willkommen im Dschungel” sollte man nicht verpassen

Jede Woche kommen neue Filme ins Kino - doch welche sollte man auf keinen Fall verpassen? isnotTV, Partner von HuffPost, stellt euch hier jede Woche den Kinofilm der Woche vor. Wir haben für euch den absoluten Hingucker, den ihr nicht versäumen solltet. Eure Meinung könnt ihr außerdem mit Fans weltweit austauschen.

“Jumanji: Willkommen im Dschungel” - das Kino-Highlight am Donnerstag, den 21. Dezember:

Viele von uns erinnern sich noch an die abenteuerliche Welt des “Jumanji”-Brettspiels, in die uns Robin Williams und Kirsten Dunst vor mehr als 20 Jahren entführt haben. Sony Pictures hat das Abenteuer erneut aufgegriffen, modern aufgezogen und eine wilde Fortsetzung erschaffen.

Nachsitzen ist an sich schon nicht so prickelnd, aber noch ätzender, wenn man dabei auch noch den Schulkeller aufräumen soll. Die vier Highschool-Schüler Spencer (Alex Wolff), Fridge (Ser’Darius Blain), Bethany (Madison Iseman) und Martha (Morgan Turner) entdecken dabei jedoch das alte Videospiel “Jumanji”, welches die vier verschiedenen Teenager in den Bildschirm saugt und diese auf ein geheimnisvolles Abenteuer schickt.

➨ Mindestens genauso spannend: “Star Wars: Die letzten Jedi” im Kino: Die dritte Trilogie geht weiter

Jumanji ist dabei kein Spaß, sondern eine gefährliche Challenge mit Nashörnern, Schlangen und Dschungel-Fallen. Der Nerd Spencer schlüpft in die Rolle des Muskelprotzes Dr. Smolder Bravestone (Dwayne Johnson), Football-Spieler Fridge wird zum Zoologen Moose Finbar (Kevin Hart).

Die beliebte Bethany mutiert zu Professor Shelly Oberon (Jack Black) und die Außenseiterin Martha verwandelt sich in die Kampfamazone Ruby Roundhouse (Karen Gillan). Um wieder in die Realität zurückkommen zu können, müssen sie allerlei Gefahren überstehen und das Spiel gewinnen.

Das lustigste Team

Regisseur Jake Kasdan ist ganz bestimmt nicht der einzige Faktor, wieso es dem Film an Humor nicht fehlt: Bereits mit “Bad Teacher” und “Sex Tape” hat er bewiesen, dass er weiß, was den Zuschauer zum lachen bringt.

Doch auch die Kombination der Darsteller kann nur der Brüller sein. Kevin Hart (“Der Knastcoach”) begann seine Karriere eigentlich als Stand-Up-Comedian und bringt seinen typischen Stil mit in den Film ein.

Dwayne Johnson hat sich vom Wrestler zum Schauspieler hochgearbeitet, der sich mit Filmen wie “Baywatch” ebenfalls gerne den lustigen Themen anschließt und über Jack Black (“School of Rock”) wissen wir alle Bescheid: Er ist der Meister der Comedy und überzeugt schon seit Jahren mit seinem einzigartigen und dunklen Humor.

Das abenteuerliche Team in eleganter Robe:

Robin Williams lebt weiter

Die jungen Zuschauer haben mit dem Klassiker von 1995 eher nicht so viel am Hut, aber viele von uns denken noch gerne an den Zauber zurück, den uns Robin Williams beschert hat. Die Fortsetzung gibt einem die Gelegenheit, diesen Zauber wieder aufleben zu lassen, denn der Spirit des “Originals” und von Robin Williams ist im Film allgegenwärtig.

Die Protagonisten werden im Spiel einige Hinweise finden, die Robin Williams dort als Alan Parrish hinterlassen hat. Er ist es auch, der das Dschungelhaus errichtet hat und somit ist er nicht nur kurz in die Story eingebettet, sondern spielt im gesamten Film eine zentrale Rolle. Eine schöne Weise, einen alten Film in einer neuen Version weiterleben zu lassen.

(almi)

Der Syrer Hamoudi macht Hamburg eine berührende Liebeserklärung

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  • Der Syrer Hamoudi lebt seit zwei Jahren in Deutschland
  • In einem berührenden Video sendet er seine Liebesbotschaft an die Stadt Hamburg, die für ihn Heimat geworden ist

Der Syrer Hamoudi läuft durch Hamburg, an der Elbphilharmonie vorbei, am Hafen, an Imbissbuden. Seit zwei Jahren lebt er nun in der Hansestadt und in Deutschland.

In einem Video erzählt er, wie ihm Hamburg fremd vorkam. Wie hart die Sprache der Menschen für ihn klang. Wie müde und kaputt alle wirkten. Wie er erst lernen musste, dass der “Dom” in Hamburg keine Kirche ist, sondern ein Volksfest. 

Hamburg ist Heimat geworden

Heute, sagt er, versteht er die Menschen ein bisschen besser. Hamburg sei seine Heimat geworden.

Es ist ein starkes, berührendes Video. Verantwortet wird es vom Verein Hanseatic Help, der seit 2015 Sachspenden für Flüchtlinge und andere Bedürftige in Hamburg sammelt. Heute hilft Hamoudi selbst mit. 

Das Video, kostenlos produziert von der Agentur Very Us, soll so einen Beitrag zu der Debatte liefern, was “Heimat” eigentlich bedeutet.

 

(amr)

EuGH-Urteil: Verkehrsdienst Uber erleidet schwere Schlappe vor Gericht

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Ein Mann nutzt die Uber-App in einem Auto.

Der Europäische Gerichtshof hat am Mittwoch entschieden, dass der Online-Dienst Uber wie ein klassischer Taxi-Dienst behandelt werden muss.

Das ist passiert: 

Der EuGH entschied: Uber ist ein Verkehrsdienstleister, der entsprechend reguliert werden muss. 

► Die EuGH-Entscheidung geht auf ein Verfahren zurück, in dem ein spanisches Taxi-Unternehmen gegen die App UberPop vorging.

Darum ist es wichtig:

Mit der App UberPop können Privatleute Fahrgäste befördern. Nach diversen Rechtsproblemen in Europa hatte Uber diesen Fahrdienst eingestellt.

Das EuGH-Urteil bestätigt nun: Uber kann in Europa nicht zu seinem ursprünglichen Geschäftsmodell zurückkehren und Fahrten zwischen Privatleuten als Chauffeure vermitteln.

Stattdessen muss Uber  mit Fahrern mit Beförderungsschein oder Taxi-Betrieben zusammenarbeiten.

Was ihr noch wissen solltet:

Uber ist vor allem etablierten Taxiunternehmen ein Dorn im Auge. Die Schlappe des Rivalen vor Gericht dürfte die Taxi-Fahrer freuen.

Mehr zum Thema: Wie UberPop die Staßen New Yorks regiert

Mit Material der dpa.

An die Idioten, die mir jeden Morgen in der U-Bahn den Tag versauen

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U-Bahn-Fahren am Morgen ist wirklich stressig. Vor allem in Großstädten wie in München wollen gleichzeitig Tausende Menschen zur Arbeit.

Einige Leute machen die U-Bahn-Fahrt aber noch viel schlimmer, als sie es ohnehin schon ist: die Fahrgäste, die sich - bevor ein einziger Fahrgast überhaupt aussteigen kann - in die Bahn drängen und den Ausgang versperren. 

Die einen wollen rein, die anderen wollen raus, am Ende gibt es nur ein riesiges Chaos.

Aussteigen lassen!

Ich persönlich verstehe dieses Verhalten nicht. Erst vor kurzem bin ich wieder Zeugin dieses Phänomens geworden. Neben mir in der U-Bahn saß eine junge Mutter mit ihrem Kind im Kinderwagen.

Die Frau machte sich rechtzeitig bereit, an der nächste Haltestelle auszusteigen.

Da aber so viele Leute in die U-Bahn strömten, war es der Mutter einfach nicht möglich, auszusteigen. Sie musste warten, bis alle Fahrgäste in der Bahn waren und erst dann konnte sie mühevoll raus.

Die neuen Fahrgäste versperrten ihr natürlich den Weg, mit Kinderwagen hat sie es ja ohnehin schon nicht so einfach. 

Eine Erklärung für dieses Phänomen kann ich leider auch nicht liefern. Denn meiner Meinung nach lernt man dieses ungeschriebene Gesetz von klein auf.

Was ich diesen ungeduldigen Fahrgästen unbedingt sagen möchte, erkläre ich oben im Video.

Wiederbelebter berichtet, wie sich der Tod wirklich anfühlt

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  • Niemand weiß, was passiert, wenn wir sterben

  • Oben im Video seht ihr, was Wiederbelebte gesehen haben, während sie tot waren

Niemand weiß wirklich, was passiert, wenn wir sterben - einige Menschen glauben an ein Leben nach dem Tod, andere an die Wiedergeburt und wieder andere denken, dass einfach gar nichts passieren wird. Du stirbst einfach. Und das war es dann.

Reddit-Nutzer, die tatsächlich klinisch tot waren und dann zurück ins Leben geholt wurden, teilten jetzt ihre Geschichten. Und veröffentlichten, was ihnen von der “anderen Seite” in Erinnerung geblieben ist.

Während viele über ein tiefes Gefühl von Frieden berichten, hatten andere sogar visuelle Erfahrungen - sie haben ein helles Licht und “Sterne” gesehen. Eine Person meint sogar, sich an ein Gespräch zu erinnern.

Hier sind vier der unglaublichen Geschichten:

“Der Tunnel war aus Metall”

 “Ich starb mit 12 Jahren an einer Herzattacke. Während eines Football-Spiels in meiner High School. Ich kann mich nur noch an Bruchstücke erinnern.”

Zum Beispiel an ganz viel Schwarz, das mich plötzlich wie eine Muschel in einem Tunnel umschlossen hat. Der Tunnel selbst war aus Metall. Er erinnerte mich an den Tunnel von Bespin, in dem Luke Skywalker gestorben ist. Ich denke nicht, dass mein Verstand begriffen hat, was er gesehen hat. Also hat er einfach nur die Lücken gefüllt, so gut es ging.

Das Gefühl war unglaublich. Bis man es nicht selbst gesehen hat, gibt es wirklich keinerlei Worte, die das beschreiben können. Ich war tot und hatte keinen Herzschlag mehr. Für etwas mehr als vier Minuten.”

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“Ich habe nichts gefühlt”

 “Ich wäre vergangenes Jahr beinahe ertrunken - dieses Erlebnis hat mich verändert. Ich war für ein paar Minuten tot. Doch dann haben meine Retter es geschafft, mich aus dem Wasser zu ziehen und mich wiederzubeleben. Ich weiß nicht, wie lange ich tot war. Es soll zwei Minuten gedauert haben, bis ich wieder lebte.

Alles was ich gesehen habe, war schwarz. Gefolgt von mehreren Lichtern, die zu Sternen wurden. Die Sterne wiederum wurden zu irgendwas, das ich nicht beschreiben kann. Ich habe nichts gefühlt.”

“Zweimal im Rettungswagen gestorben”

 “Ich bin zweimal im Rettungswagen gestorben, als ich von einem Motorradunfall abtransportiert wurde. Das letzte, an das ich mich erinnere, ist, dass mein Gesicht bei 60 km/h die Motorhaube eines Autos getroffen hat. Ohne Helm. Danach bin ich in einem Operationssaal im Krankenhaus aufgewacht. Wie gesagt, ‘zweimal in einem Rettungswagen’ - dabei dachte ich, dass ich längst tot war, als der Rettungswagen eingetroffen ist.”

Ich erinnere mich nicht an die Zeit zwischen dem Unfall und dem Krankenhaus... Und damit meine ich: wirklich gar nicht.”

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“Ab diesem Zeitpunkt hat er nie wieder Drogen genommen”

 “Mein Onkel war stark drogenabhängig und hatte oft Überdosen genommen. Einmal musste er wiederbelebt werden - und ab diesem Zeitpunkt hat er nie mehr Drogen genommen. Er war für rund zwei Minuten tot. Sein Gehirn arbeitete nicht mehr, ebensowenig der Rest seines Körpers.”

Er hat mir erzählt, dass er sich nur noch an eine einzige Sache erinnern kann: An sich selbst, wie er an einem Picknicktisch sitzt. In einem Park hinter dem Haus, in dem er aufgewachsen ist. Das ist der einzig gute Platz in seinem Leben gewesen. Er saß an diesem Tisch mit einer Person, die er liebte. Wer es genau war, weiß er allerdings nicht mehr.

Er hat zwar mit dieser Person geredet, um was es genau ging, weiß er allerdings auch nicht mehr. Nur an einen Satz der unbekannten Person erinnert er sich noch: ‘Wir sehen uns später, denk an mich.’”

Dann wurde er zurück ins Leben geholt.

Er ist zwar ein bisschen verrückt, aber ich denke, dass er bei sowas nicht lügen würde.”

➨ Mehr zum Thema: Chemiker enthüllen: So fühlt es sich an, zu sterben

Der Artikel erschien ursprünglich bei der HuffPost UK und wurde von Bettina Steinke aus dem Englischen übersetzt.


Lena bricht auf der Bühne in Tränen aus: "Möchte euch nicht verarschen"

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Lena Meyer-Landrut hat für das nächste Jahr ihre Tour abgesagt.
  • Lena Meyer-Landrut Die Sängerin hatte im November angekündigt, sich von der Bühne zurückzuziehen
  • Der Grund: Sie befinde sich in einer Schaffenskrise

“Ich dachte, es ist vielleicht besser, jetzt gleich alles rauszulassen.“ Lena Meyer-Landrut brach am Dienstagabend während des letzten Konzerts ihrer Clubtour in Köln in Tränen aus.

Die Sängerin hatte im November ihr nächstes Album und die Tour, die für 2018 geplant waren, abgesagt. 

Der Abschied fällt Lena nicht leicht

Doch der Abschied fällt Lena offensichtlich nicht leicht, wie der “Kölner Stadtanzeiger” berichtete. Im Publikum sei die Atmosphäre durch die vielen eingefleischten Fans sehr familiär gewesen.

Lena hätte bei den ersten beiden Songs einen sehr zurückgenommenen Eindruck gemacht. Dann sang sie “Satellite“, das Lied, das ihr nicht nur den internationalen Durchbruch, sondern auch für Deutschland den ESC-Sieg brachte.

Dabei haben sie ihre Gefühle offenbar übermannt - sie begann zu weinen. 

Mehr zum Thema: “Sing mein Song”: Lena Meyer-Landrut vergisst den Text - als sie doch noch singt, sind alle sprachlos

Ich möchte gerne Musik machen, die ehrlich ist Lena

Die Sängerin hat ihre Termine für 2018 abgesagt, weil ihr die Lieder, die sie geschrieben hat, nicht mehr gefallen hätten.

In Köln sagte sie ihrem Publikum: “Ich möchte gerne Musik machen, die ehrlich ist. Ich möchte generell ehrlich sein und mich und Euch nicht verarschen“ 

Lena hat ihre Entscheidung schon im November in einem YouTube-Video erklärt: “Ich hab’ mich einfach nicht wohlgefühlt, hab’ mich nicht sicher gefühlt, hatte das Gefühl, dass das, was ich bis zu diesem Zeitpunkt gemacht habe, einfach nicht richtig ist”, sagte sie in dem Video. 

Sie habe alles über Bord geworfen und deshalb werde es noch dauern, bis sie eine neue Platte veröffentlichen könne. 

Man kann Lena bei ihrem mutigen und ehrlichen Vorhaben nur alles Gute wünschen.

(cho)

"Verlierer des Jahres"? Feuerwehr schickt wütenden Post an Journalist

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  • Weil das Heim der Freiwillligen Feuerwehr Kronshagen bei einem Brand zerstört wurde, gehören die Männer für das Magazin “Stern” zu den Verlierern des Jahres
  • In einem Facebook-Post machen die Ehrenamtlichen deutlich, was sie davon halten
  • Im Video oben: Feuerwehrmänner gehen im Restaurant essen - mit der Rechnung bekommen sie, was sie verdienen

Das soll der Dank für ehrenamtliches Engagement sein? Das Nachrichtenmagazin “Der Stern” hat die Freiwillige Feuerwehr aus Kronshagen in Schleswig-Holstein zu den “Verlierern des Jahres 2017″ gekürt.

Der Grund: Am 22. Februar 2017 war die Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr Kronshagen vollständig abgebrannt. Verletzt wurde dabei niemand, jedoch war die Einheit mehrere Monate lang einsatzunfähig, der Großbrand zerstörte den größten Teil des Fuhrparks. 

“Das kommt davon, wenn zehn Männer mit glimmernder Zigarette im Bett einschlafen”, kommentiert der “Stern” den Vorfall in seinem Jahresrückblick.

Auf ihrer Facebook-Seite brachten die Feuerwehrmänner nun Wut und Enttäuschung über die “Ehrung” zum Ausdruck.

Denn der “Stern” würde sie mit der lakonischen Begründung “in den Dreck” ziehen. Laut den “Kieler Nachrichten” war vermutlich ein technischer Defekt Auslöser des Brandes.

Stern-Beitrag ist ein Tritt zwischen die Beine von Ehrenamtlichen 

“Wir finden, dieser Beitrag ist nicht nur ein Tritt zwischen unsere Beine, sondern ein Tritt zwischen die Beine aller Kameradinnen und Kameraden, die sich bei Wind und Wetter für ihre Nachbarn engagieren”, schreiben sie.

Mehr zum Thema: Feuerwehr rettet Baby per Telefon das Leben, als es nicht mehr atmet

► In Deutschland sind circa eine Million Frauen und Männer in einer der fast 23.000 Feuerwehren aktiv.

Natürlich sei der Großbrand ein “herber Schicksalsschlag” gewesen.“Als Verlierer sehen wir uns dennoch nicht”, stellen die Kronshagener auf Facebook klar.  

Im Gegenteil: Das gemeinsame Anpacken beim Wiederaufbau sei ein Merkmal von Gewinnertypen. “Uns wurde eine ungeheure Welle der Hilfsbereitschaft aus der gesamten Bundesrepublik entgegengebracht”, berichten die Feuerwehrmänner.

Vom “Stern” wollen sie deshalb eigentlich nur eine Sache wissen: 

Ist das der Dank dafür, dass wir, die Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland unsere Angehörigen zu jeder Tages- und Nachtzeit allein lassen, um anderen Menschen zu helfen?

Ist das der Dank dafür, dass wir nach einer Nacht im Einsatz morgen früh trotzdem noch zur Arbeit gehen?

Ist das der Dank dafür, dass einige Kameraden den ehrenamtlichen Einsatz mit ihrem Leben bezahlen?

 Mehr zum Thema: Gaffer filmen Unfall auf A3 - dann richtet dieser Feuerwehrmann einen Schlauch auf sie 

Mutter bringt Baby zur Welt, das nur ein Jahr jünger ist als sie

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  • In Tennessee in den USA haben eine Mutter und ihr Baby einen Weltrekord aufgestellt
  • Der Embryo wurde Tina Gibson eingepflanzt - nachdem er 25 Jahre lang eingefroren war

Eigentlich war an der Geburt von Emma Wren Gibson nichts sonderlich außergewöhnlich. Trotzdem geht die Nachricht über die Geburt der kleinen Amerikanerin um die Welt.

Der Grund: Emma wurde nicht auf natürliche Weise gezeugt. Ihre Mutter, Tina Gibson, ließ sich einen Embryo einpflanzen - der schon im Jahr 1992 eingefroren wurde.

Damit ist er der älteste gefrorene Embryo, der je zu einer geglückten Geburt geführt hat. Der bisherige Rekord lag laut dem US-Sender CNN bei 20 Jahren. 

Emma ist der älteste gefrorene Embryo, der je zu einer geglückten Geburt geführt hat (Symbolbild).

Zwischen Mutter und Tochter liegt nur ein Lebensjahr

Besonders außergewöhnlich ist auch die Tatsache, dass dadurch zwischen der Mutter und ihrer Tochter gerade mal ein Lebensjahr liegt. Denn Tina Gibson ist 26 Jahre alt, Emma hätte heute eigentlich bereits ihren 25. Geburtstag hinter sich.

Als der Embryo eingefroren wurde, war Tina Gibson selbst also noch ein Baby. 

Sie und ihr Partner hätten eine natürliche Befruchtung laut CNN schon fast aufgegeben und über eine mögliche Adoption nachgedacht. Dann aber habe Tinas Vater die beiden auf eine einzigartige Methode hingewiesen.

Mehr zum Thema: Sekunden nach der Geburt: Baby überrascht mit einer ungewöhnlichen Geste den ganzen OP-Saal

Er habe in den Nachrichten etwas gesehen, das sich “Embryo Adoption” nennt. Dabei wird der Embryo in den Körper der Frau implantiert und sie kann das Kind dann austragen.

Tina Gibson habe davon zunächst nichts wissen wollen, sei dann aber doch neugierig geworden, berichtet CNN.

“Mir ist es egal, ob das ein Weltrekord ist oder nicht”

Der Embryo stammt demnach von einer anonymen Spenderin. Am 13. März wurde er im National Embryo Donation Center in Knoxville, Tennessee, aufgetaut und bei der jungen Amerikanerin eingepflanzt.

➨ Mehr zum Thema: Frau wird nach einer Gebärmutter-Transplantation Mutter - der Eingriff könnte Tausenden helfen

Erst unmittelbar vor dem Eingriff erfuhr sie, dass sie einen Rekord würde aufstellen können, wenn das Baby erfolgreich zur Welt kommen würde.

Doch Gibson nimmt es ziemlich gelassen, dass der Embryo beinahe so alt ist wie sie. “Ich wollte bloß ein Baby haben”, sagte sie CNN. “Mir ist es egal, ob das ein Weltrekord ist oder nicht.”

(lm)

Ex-Bürgermeister Berlins Buschkowsky kritisiert Lehrer mit Kopftuch

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Heinz Buschkowsky, früherer Bürgermeister von Berlin-Neukölln (SPD)
  • Der ehemaliger Berliner Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky lehnt Lehrerinnen mit Kopftuch vehement ab
  • Er fordert den Schutz von Kindern vor “falschen Vorbildern und Indoktrination”

Der ehemalige Bezirksbürgermeister von Neukölln in Berlin, Heinz Buschkowsky (SPD), hält überhaupt nichts von Lehrerinnen, die ein Kopftuch tragen. In einem Gastbeitrag in der “Bild”-Zeitung verteidigt er das umstrittene Verbot religiöser Symbole an staatlichen Schulen in Berlin.

“Ich halte die Neutralitätspflicht bei staatlichem Handeln für zwingend selbstverständlich. Auch den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor falschen Vorbildern und Indoktrination”, schreibt der 69-Jährige.

Buschkowsky nennt Rektor “blauäugig”

Buschkowsky kritisiert den Rektor einer Privatschule scharf, der bewusst eine Lehrerin mit Kopftuch eingestellt hat.

Der Jesuitenpater Tobias Zimmermann steht dem Elite-Gymnasium Canisius-Kolleg vor. In der HuffPost hatte er argumentiert, Schüler müssten sich mit der gesellschaftlichen Realität auseinandersetzen – dazu gehöre eben auch, den Islam als Lebensmodell kennenzulernen.

“Na ja, blauäugiger geht’s wohl nimmer”, kommentiert Buschkowsky.

“Das eine schließt das andere aus”

Pater Zimmermann wurde in der “Berliner Zeitung” außerdem mit dem Satz zitiert, die muslimische Lehrerin an seiner Schule sei “ein Beispiel für gelungene Integration”. 

Buschkowsky sieht das ganz anders: “Mir ist schleierhaft, wie jemand, für den das Ideal ein Leben nach dem Vorbild des Propheten vor über tausend Jahren ist, in die Werteordnung westlicher Demokratien integriert sein kann. Das eine schließt das andere aus”, schreibt er in der “Bild”.

Buschkowsky ist eine der lautesten Stimmen in der deutschen Diskussion um Integration. Er prangerte missglückte Integration an, genießt den Ruf eines “Klartext”-Redners (“Bild”) und  oder des “Bullen von Neukölln” (“Süddeutsche Zeitung”).

(ll)

Prinz William hat etwas Undenkbares in der königlichen Loge getan

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  • Prinz William hat die Briten mit einer spontanen Einlage bei einer Varieté-Vorführung überrascht
  • Er galoppierte wie ein Pferd

Wer noch Zweifel daran hatte, dass Prinz William ein moderner Adeliger ist, muss die Royal Variety Performance von diesem Jahr sehen.

William und seine Ehefrau Kate waren Ehrengäste bei der diesjährigen Aufführung der Unterhaltungsshow im Londoner Palladium Theater.

Die Show bot den üblichen Mix aus Musik, Comedy und Kabarett – bis auf eine kleine, überraschende Einlage von William. Der Prinz wurde fast der Star der Sendung – weil er in der königlichen Loge galoppierte (jawohl, galoppierte). 

Wow.

Die Einlage war Teil einer Nummer von Moderatorin Miranda Hart. Sie ließ die Schauspieler des Musicals “Annie” den Thronanwärter fragen, ob er galoppieren wolle – und er tat es wirklich.

“Er war immer ein klasse Typ”

Die Briten waren verzückt. Auf Twitter lobten die Nutzer die Einlage des Prinzen:

“Oh, ich liebe unseren künftigen König, immer ein klasse Typ”, schrieb eine Frau.

“Der galoppierende Prinz William ist eine der besten Sachen, die ich jemals gesehen habe. Einfach nur brillant”, schreibt eine andere Nutzerin.

Nicht nur dem Publikum gefiel die Vorstellung, auch Prinz William war offenbar bestens unterhalten. Nach dem Eröffnungssketch der Moderatorin rief William aus seiner Loge, gut hörbar: “Was für ein Spaß!”

Mehr zum Thema: Prinz William hat auf der Deutschlandreise eine wichtige Regel gebrochen

Dieser Artikel erschien zuerst auf der HuffPost UK und wurde von Leonhard Landes übersetzt.

(best)

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